Eine Hausverwaltung ist keine Ware von der Stange. Was sie kostet, hängt von einer Handvoll Faktoren ab – und genau die schauen wir uns hier in Ruhe an, damit Sie ein realistisches Gefühl für die Größenordnung bekommen, bevor Sie Angebote vergleichen.
Warum es keinen Pauschalpreis gibt
Eine kleine Gemeinschaft mit sechs Altbauwohnungen verursacht einen ganz anderen Aufwand als eine neue Anlage mit sechzig Einheiten. Mehr Einheiten bedeuten in der Regel einen niedrigeren Preis pro Wohnung, weil sich der Aufwand verteilt. Ein sanierungsbedürftiger Bestand mit vielen offenen Themen ist dagegen aufwendiger als ein technisch moderner Neubau. Jeder seriöse Preis ist deshalb das Ergebnis eines kurzen Blicks auf das konkrete Objekt – keine Zahl aus dem Prospekt.
Die gängigen Abrechnungsmodelle
In Deutschland haben sich vor allem zwei Modelle durchgesetzt:
- Pauschale pro Einheit und Monat – Standard bei der WEG-Verwaltung. Ein fester Betrag je Wohnung deckt die laufenden Grundleistungen ab.
- Prozentsatz der Miete – häufiger in der Mietverwaltung für vermietete Einheiten, meist ein kleiner Anteil der Kaltmiete; alternativ ebenfalls eine feste Pauschale.
Dazu kommen oft Sonderhonorare für Leistungen außerhalb des Tagesgeschäfts – etwa die Begleitung größerer Baumaßnahmen. Entscheidend ist, dass diese Posten von Anfang an transparent im Vertrag stehen.
Womit Sie ungefähr rechnen können
Jede Zahl ohne Objektkenntnis ist mit Vorsicht zu genießen – aber eine grobe Orientierung hilft. Marktüblich bewegt sich die WEG-Verwaltung häufig zwischen etwa 25 und 45 Euro netto (zzgl. USt.) pro Wohneinheit und Monat, abhängig von Größe, Zustand und Leistungsumfang. Größere Anlagen liegen pro Einheit eher niedriger, kleine Gemeinschaften und die Verwaltung einzelner Eigentumswohnungen eher höher. In Ballungsräumen wie der Rhein-Neckar-Region tendenziell am oberen Rand.
Sehen Sie diese Spanne als Hausnummer. Ihren konkreten Preis nenne ich Ihnen nach einem kurzen Blick auf Ihre Unterlagen – das ist seriöser als jede Pauschalzahl.
Was den Preis beeinflusst
- Anzahl der Einheiten – je mehr, desto günstiger pro Wohnung.
- Zustand und Alter des Objekts – Altbau und Sanierungsstau erhöhen den Aufwand.
- Leistungsumfang – was steckt im Grundhonorar, was kostet extra?
- Lage und Region – Ballungsräume sind meist teurer als ländliche Gegenden.
- Digitalisierungsgrad – effizient organisierte Prozesse mit Eigentümerportal sparen Aufwand.
Grundleistung vs. Sonderleistung – der entscheidende Punkt
Beim Angebotsvergleich lohnt der Blick ins Kleingedruckte. Ein niedriger Grundpreis nützt wenig, wenn jede Kleinigkeit extra kostet. Zur Grundleistung gehören üblicherweise Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung, Vorbereitung und Durchführung der Eigentümerversammlung, die Umsetzung der Beschlüsse, Konto- und Rücklagenverwaltung sowie die laufende Instandhaltung. Sonderleistungen – etwa die Steuerung einer Dachsanierung – werden gesondert vergütet. Seriös ist, wer diese Trennung von Anfang an klar benennt.
Günstig ist nicht automatisch günstig
Ich verstehe jeden Eigentümer, der auf die Kosten schaut. Aber ein ehrlicher Hinweis aus der Praxis: Die teuerste Verwaltung ist oft die, die ihre Arbeit nicht macht. Eine vergessene Instandhaltung, eine fehlerhafte Abrechnung oder eine schlecht vorbereitete Versammlung kosten am Ende mehr als ein paar Euro Unterschied bei der Monatspauschale. Achten Sie deshalb nicht nur auf den Preis, sondern auf Transparenz, Erreichbarkeit und Verlässlichkeit. Wenn Ihre aktuelle Verwaltung zu teuer ist und trotzdem nicht liefert, ist der Wechsel heute unkompliziert – ein einfacher Mehrheitsbeschluss genügt.
Häufige Fragen
Wer zahlt die Hausverwaltung?
In der WEG tragen alle Eigentümer die Verwaltervergütung gemeinsam – sie ist Teil des Hausgelds und wird nach Miteigentumsanteilen verteilt. Bei der Mietverwaltung zahlt der Eigentümer als Vermieter.
Sind die Verwalterkosten auf Mieter umlagefähig?
Nein. Verwaltungskosten gehören nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten und dürfen nicht auf den Mieter umgelegt werden.
Was ist im Grundhonorar einer Hausverwaltung enthalten?
In der Regel Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Eigentümerversammlung, Beschlussumsetzung, Konto- und Rücklagenverwaltung sowie laufende Instandhaltung. Sonderleistungen wie die Begleitung größerer Baumaßnahmen werden separat vergütet.
Mit welchen Kosten muss ich pro Wohneinheit rechnen?
Marktüblich liegt die WEG-Verwaltung häufig zwischen etwa 25 und 45 Euro netto (zzgl. USt.) pro Wohneinheit und Monat. Größere Anlagen liegen pro Einheit eher niedriger, kleine Gemeinschaften und einzelne Eigentumswohnungen eher höher. Der konkrete Preis hängt vom Objekt ab.
Was kostet die Verwaltung Ihrer Immobilie konkret?
Schreiben Sie mir Ihre Eckdaten – Objektgröße, Anzahl der Einheiten und Lage – und Sie erhalten ein transparentes, individuelles Angebot. Unverbindlich und ohne Verpflichtung.